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G E S C H I C H T E

des Turn- und Sportverein Kornburg 1932 e.V.

 

Die Gründungsmitglieder:


 

Konrad Loy

Paul Ortner

Georg Pfeffer

Christian Schäfer

Leonhard Schäfer

Peter Stellwag

Georg Tröster

Johann Zimmet

Ulrich Blödel

Hans Blödel

Christoph Dotzauer

Gustav Endreß

Fritz Graßhauser

Rudolf Halbritter

Fritz Höllfritsch

 

 

Kornburgs Vorstände


Zeitraum

  1.Vorsitzender

2.Vorsitzender

vom Mai 1932-1934 Fritz Höllfritsch Georg Pfeffer
1935-1939 Karl Baals Fritz Höllfritsch
ab 03.07.1946-1949 Georg Pfeffer Karl Baals
1950-1952 Karl Baals Hans Rühl
1953-1955 Bernhard Reithinger Simon Schmidt
1956-1959 Bernhard Reithinger Simon Schmidt
1960-1962/63 Gustav Endreß Michael Binder
1960-1961   Michael Binder
1962_1963   Harry Klinger
1963-1968 Harry Klinger Michael Binder
1969-1974 Harry Klinger Hans Kreiselmeyer
1975-1985 Harry Klinger Kaspar Kraus
1985-1989 Kaspar Kraus Roland Polster
1989-1994 Franz Pesteritz Roland Polster
1994-1998 Franz Pesteritz Roland Polster
1998-2001 Franz Pesteritz Harald Schwarz
2001-2005 Franz Pesteritz Robert Kraus
2005-Heute Franz Pesteritz Wilhelm Endreß

 

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...und so hat alles begonnen!

 

   

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Nachdem der junge Bankkaufmann Georg Tröster wiederholt ein Grüppchen fußballspielende Jugendliche beobachtet hat, reifte in ihm der Gedanke einen Turn- und Sportverein zu gründen.

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So lud er im Frühjahr 1932 die noch jüngeren Sportfreunde Gustav Endreß und Leonhard Schäfer zu sich ein, um mit ihnen über die Möglichkeit seines Vorhabens zu sprechen und die Gründung eines Turn- und Sportvereins vorzubereiten. " Dass sich das große Werk vollende, genügt ein Geist für tausend Hände" (Goethe).

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Die Zeit und die Umstände für die Durchführung dieses Unterfangens waren aber alles andere als günstig. Wir lebten in der größten Weltwirtschaftskrise des Jahrhunderts. In Deutschland hatten wir bei 65 Millionen Einwohnern, 7 Millionen Arbeitslose. In der zerrissenen politischen Szenerie tummelten sich mehr als ein Dutzend Parteien.

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Für Sport, insbesondere Fußball, interessierte sich hauptsächlich die Jugend aus der Arbeiterschaft. Schon Ende der zwanziger Jahre hatte man einmal den Versuch gewagt, einen Turnverein zu gründen. Jedoch fand dieser Verein in der breiten Bevölkerung Kornburgs wenig Interesse, sodass er nach kurzer Zeit wieder aufgelöst wurde.

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In dieser unruhigen, politisch verseuchten Zeit, wollten wir nun außerhalb der politischen Hetze der Kornburger Jugend eine gemeinsame sportliche Heimat geben.

Für den 5. Mai 1932 luden wir deshalb alle interessierten Mitbürger in das als späteres Vereinslokal ausersehene Gasthaus Blödel zu einer Versammlung ein, In der Georg Tröster seine Ideen vortrug. Unserer Einladung waren etwa 30 Personen gefolgt, deren Mehrzahl allerdings nicht einen Turn- und Sportverein gründen, sondern dessen Gründung verhindern wollten.

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Hauptgegner waren die ehemaligen Mitglieder des gescheiterten früheren Turnvereins, die aus eigener Erfahrung zu wissen glaubten, das in Kornburg ein Turn- und Sportverein keinerlei Chancen habe, bestehen zu können. Einzig der damals schon im Ruhestand lebende Hauptlehrer Schäfer setzte sich mutig mit seiner ganzen Autorität gegen die Störer und für einen Turnverein ein. Die Versammlung löste sich im Tumult auf. Zu der für zwei Wochen später anberaumten eigentlichen Gründungsversammlung haben wir nur unsere Freunde eingeladen. Nun wurden die inzwischen von Tröster ausgearbeitete Satzung beschlossen und die ersten Vereinsorgane gewählt:

1.Vorstand wurde Fritz Höllfritsch,

2.Vorstand wurde Georg Pfeffer,

Schriftführer wurde Georg Tröster,

Turn- und Sportleiter wurden Gustav Endreß und Leonhard Schäfer,

Kassier wurde Peter Stellwag.

Der so gegründete Verein beantragte sofort seine Aufnahme in den Deutschen Turnerbund und veranlasste seine Eintragung in das Vereinsregister Beim Amtsgericht Schwabach.

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Noch gegen den Widerstand vieler Bürger als auch der Lehrerschaft und ohne die geringste Unterstützung durch die Gemeinde organisierte ein kleines Häuflein junger Aktiver allmählich einen regelmäßigen Spiel- und Sportbetrieb. Ein Faustball und ein Fußball waren zunächst die einzigen Geräte. Wir waren ein armer Verein mit größtenteils arbeitslosen Mitgliedern, die z.T. kaum den kleinen Mitgliedsbeitrag von monatlich 50 Pfennigen aufbringen konnten. Bei einem monatlichen Beitragsaufkommen von 20 bis 25 Mark, mussten die notwendigen Vereinsauslagen vielfach mit Spenden einiger besser situierten Kameraden finanziert werden. In Ermangelung eines Sportplatzes absolvierten die Fußballer ihre ersten Kickversuche auf dem Greuther Espan. Gegen fremde Vereine trat schon bald unsere Faustballmannschaft an, die mit dem Fahrrad nach Schwabach, Roth, Weißenburg u.a. fuhr.

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Dank eifrigen Werbens wuchs die Zahl der Vereinsmitglieder innerhalb weniger Monate auf etwa 45, so dass wir bald eine komplette Fußballmannschaft aufstellen und in der untersten Spielklasse mit wechseldem Erfolg spielen lassen konnten. Bei immer noch feindseliger Einstellung eines Großteils der Kornburger ist es uns leider nicht gelungen, in Kornburg selbst einen geeigneten Sportplatz zu pachten. Glücklicherweise konnten wir aber in Kleinschwarzenlohe in der Nähe der Allerheiligenkirche von einem uns wohlgesinnten Landwirt eine Wiese pachten und darauf einen Sportplatz anlegen.

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Da den Gründern keinesfalls ein reiner Fußballverein, sondern ein vielseitiger Turn- und Sportverein vorgeschwebt hatte, beschafften wir mit Unterstützung befreundeter Turnvereine in Wendelstein und Schwabach schon bald auch einige Turngeräte wie Barren, Reck, Pferd und Kleingeräte. Nun konnten wir im Garten unseres Vereinswirtes Ulrich Blödel turnen und Leichtathletik, Gymnastik, Laufen, Springen, Kugelstoßen usw. betreiben. Es war uns aber klar, dass wir unsere Vereinsziele nur erreichen konnten, wenn wir unseren jungen Aktiven und hauptsächlich auch den allmählich zu uns kommenden Schülern einen gegen Wind und Wetter schützenden geschlossenen Raum zur Verfügung stellen konnten.

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Die treibende Kraft war auch in dieser Hinsicht, unser nimmermüder Kamerad Georg Tröster, der schon 1933 seinen Plan für den Bau einer Turnhalle mit den übrigen Mitgliedern des Vorstandes, mit unserem aufgeschlossenen Vereinswirt Ulrich Blödel, mit dem Bürgermeister Stocker und mit dem Vorstand des Brauhauses Schwabach besprach. Als stolzen Erfolg unserer Bemühungen konnten wir schon zwei Jahre nach der Vereinsgründung in Blödels Garten die noch heute stehende Turnhalle mit Bühne in Betrieb nehmen.

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Jetzt erst konnte sich der Verein turnerisch und sportlich voll entfalten und sich in der Öffentlichkeit mit entsprechenden Leistungen darstellen, u.a. auch mit regelmäßigen Theater-, Musik- und Tanzveranstaltungen, womit der Bestand des Vereins entgültig gesichert war. Anläßlich unserer Fahnenweihe boten wir unter Beteiligung auswärtiger Turnvereine der Gemeinde ein  stolzes Turnfest mit einem großen Umzug durch den Ort in weißer Turnertracht mit Blasmusik, anschließendem Schauturnen und lebenden Pyramiden, Freiübungen etc. und mit einem Abschlußball.

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Der Turn- und Sportverein war nun auch nicht mehr zu übersehen, auch wenn man im sogenannten bürgerlichen Lager immer noch missgünstig von einem "roten" Verein sprach. Es ist der große Verdienst der damaligen Vorstandschaft, dass sie besonders in den Jahren ab 1933 jederzeit die Politik aus dem Vereinsleben herauszuhalten verstand und damit den Verein auch durch die Wirren der Nazizeit und des zweiten Weltkrieges steuern konnte.

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Es kann nicht die Aufgabe des Chronisten sein, alle Entwicklungsphasen im bisherigen Vereinslebens  zu schildern. Vorstehende Anfangsaktivitäten wurden aufgezeichnet, um der heutigen und einer späteren Generation zu zeigen, dass und wie , ein kleines Häuflein sportbegeisterter junger Menschen mit Mut und Entschlossenheit ihre Ideale gegen eine feindliche Zeit und Umwelt durchgesetzt und Bleibendes geschaffen hat.

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Die schrecklichen Jahre des Krieges bedrohten selbstverständlich die Existenz auch unseres Vereines und legten den Spiel- und Sportbetrieb zeitweilig vollends lahm.

Viele hoffnungsvolle junge Sportler kehrten nicht mehr heim aus Krieg und Gefangenschaft. Ihre Namen können hier nicht aufgezählt werden. Stellvertretend für sie und alle im Laufe der Zeit verstorbenen Mitglieder möchte ich aber in Dankbarkeit einige Namen in Erinnerung rufen, die mit der Geschichte des TSV Kornburg für immer verbunden bleiben:

Karl Baals, Georg Pfeffer, Peter Stellwag, Hans Rühl, Bernhard Reithinger, Karl Hofmann, Martin Rothenburger und nicht zuletzt unseren unvergessenen Paul Ortner, der es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, die Fußballer des TSV Kornburg zu immer neuen Ruhm zu führen.

 

Paul Ortner

Folgende Sportfreunde der ersten Generation durften das 50 jährige Vereinsjubiläum1982  noch erleben:

Unser Ehrenspielführer Fritz Höllfritsch und seine alten Kameraden Georg Tröster, Leonhard Schäfer, Gustav Endreß, Christof Dotzauer, Martin Polster und Simon Schmidt. Auch sie seien stellvertretend genannt für viele, die nicht alle aufgezählt werden können. Vergessen soll aber auch nicht unser früheres förderndes Mitglied Fritz Albrecht werden, der in der Notzeit so manche Bandaliere Tabak aus seinem Kontingent abgezweigt hat, um uns die Möglichkeit zu geben, im Tauschhandel einen neuen, dringend benötigten Fußball zu erwerben.

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Christof Dotzauer, Georg Pfeffer und Wolfgang Wiedmann ist es zu verdanken, dass sie bald nach Kriegsende die Initiative ergriffen, um den Verein neu zu aktivieren und vor allem die notwendigen Genehmigungen der Militär-Regierung zu erwirken.

Um Georg Pfeffer als den damaligen 1.Vorsitzenden sammelten sich dann nach und nach all die treuen Sportler wieder, die gewillt waren, neues Leben in den Verein zu tragen. Besondere Aufmerksamkeit schenkte man der Jugend, weil man wusste, das aus ihr der Stamm wachsen sollte, der in Zukunft den Verein erhalten und tragen musste.

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In dieser Arbeit haben sich besonders die Sportfreunde Ludwig Stellwag und Willi Pickel verdient gemacht! So sind aus dieser Jugend die Männer hervorgegangen, die heute im Vorstand die Geschicke des TSV Kornburg lenken. Durch unermüdliche, ausdauernde Werbung und viele sportliche Erfolge wurden immer mehr Kornburger Bürger, vor allem Neubürger, für den TSV gewonnen, sodass bald ein Mitgliederstand erreicht wurde, von dem wir in den Vorkriegsjahren nicht einmal zu träumen wagten.Der Verein zählt heute fast 1000 Mitglieder, mit Freude darf deshalb festgestellt werden, dass die Saat, die von wenigen sportbegeisterten Männern 1932 gesät wurde, ihre Frucht getragen hat.

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Viel zu diesem Aufschwung beigetragen hat vor allem, dass die Sportkameraden in der Vorstandschaft 1964 den festen Willen und den Mut hatten, trotz großer finanzieller Schwierigkeiten ein vereinseigenes Grundstück zu erwerben und darauf ein Sportzentrum zu schaffen. Mit Harry Klinger, Hans Blödel und dem leider zu früh verstorbenen Karl Hofmann sind die Sportkameraden genannt, die sich mit aller Kraft und mit ihrem Vermögen als Bürgschaft, einsetzten, dieses Ziel zu erreichen. 

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Wie oft musste der Verein bis dahin auf die Suche nach einem geeigneten Gelände gehen, das wir aber immer nur als Pachtplatz anmieten konnten, herrichten durften und nach kürzerer oder auch längerer Zeit wieder aufgeben mussten. Mit diesem Eigengrundstück besaß nun der Verein ein Areal, das alle Möglichkeiten eröffnete, ein echtes Sportzentrum zu bauen.

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Mit viel Elan wurde zunächst das Fußballfeld hergerichtet. Endlich hatten die Fußballer ihren eigenen Platz und es darf angefügt werden, dass so manch schöne Erfolge, angefangen bei den Schüler- und Jugendmannschaften bis hin zu den Vollmannschaften, darauf errungen wurden. Ein Höhepunkt bildete wohl das Aufstiegsjahr 1972 unter dem damaligen Trainer Hans Horndasch in die B-Klasse des Jurakreises, auf dem neutralen Platz des TSV Spalt, zu dem mehr als die Hälfte der Kornburger Bürger als stimmkräftige Unterstützung ihrer Mannschaft gefahren waren. Das Spiel gegen den SV Westheim wurde mit 5 : 1 gewonnen. Bereits 3 Jahre später gelang in dieser Spielklasse die Meisterschaft und dadurch der Aufstieg in die A-Klasse des Jurakreises.

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Welcher Wandel hatte sich doch in der Kornburger Bevölkerung vollzogen! Der TSV ist zu einem festen Bestandteil im Leben unserer, allerdings weit größer gewordenen Gemeinde gewachsen, zu einem sportlichen Sammelbecken in der Gemeinschaft, in der sich Jung und Alt wohlfühlen.

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Kaum hatte man den neuen Platz in Betrieb genommen, als die damalige Vorstandschaft mit Harry Klinger, Hans Kreiselmeyer, Peter Krüger und Kaspar Kraus den Entschluß fassten, nach den Plänen unseres Sportfreundes Architekt Wolfgang Dinkler auf diesem Gelände eine bleibende Heimstätte des Vereins zu erstellen. Ich will diesen Sportkameraden für diesen gewagten und in die Zukunft weisenden Entschluss höchste Anerkennung und den Dank aller TSV-Mitglieder aussprechen. Unter der fachkundigen Bauleitung von Kaspar Kraus, wurde mit Hilfe vieler freiwilliger Helfer im Herbst 1969 mit dem Rohbau des 1.Bauabschnittes begonnen. Schon Ende 1970 konnte dank dieser freiwillig helfender Sportkameraden Richtfest gefeiert werden. Die Wintermonate wurden dann für die Installationsarbeiten genützt, sodass im Frühjahr 1971 mit dem Innenputz angefangen werden konnte. Stellvertretend für alle Stukaturer soll hier neben dem leider schon verstorbenen Vater Kraus, Josef Biemüller genannt werden, der jede freie Stunde nutzte, die Putzarbeiten voranzubringen.

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Kaum war aber der erste Bauabschnitt fertiggestellt und das neue Sportheim mit seiner schönen Gaststätte eingeweiht, musste bereits an die Ausführung des zweiten Bauabschnittes gedacht werden. Am 23.08.1970 wurde dem Hauptverein unter der Führung von Sportkameraden Klose und Pesteritz eine Kegelabteilung angegliedert, was zur Folge hatte, dass man verstärkt die 4 Bundeskegelbahnen und den darrüberliegenden  Gymnastiksaal  noch 1971 in Angriff nahm. Hier darf die tatkräftige Unterstützung der Fa. Georg Nun, Katzwang, und der Brüder Georg und Otto Pöllet besonders erwähnt werden.

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Zur Finanzierung der Gesamtmaßnahmen hatte der BLSV 55 000.- DM und die ehemalige Marktgemeinde 20 000.- DM als verlorenen Zuschuss gegeben. Die restliche Bausumme konnte leider nur durch die Aufnahme eines beträchtlichen Darlehens finanziert werden. Ein wesentlicher Aktivposten zum Gelingen dieses großen Bauvorhabens war aber der enorme freiwillige Einsatz vieler aktiver und auch passiver Mitglieder. Einer für alle, alle für Einen, so könnte man diese Leistung bewerten, die hier in einer Gemeinschaftsarbeit vollbracht wurde, wie man sie nicht so leicht wieder finden wird. Wie viele Stunden, von den 21100 Gesamtstunden jeder einzelne Sportler gebracht hat, ist nicht entscheidend; es ist aber einer verhältnismäßig kleinen Gruppe von Sportfreunden zu danken, die in unermüdlichen Einsatz mehr als ein Jahr auf jede Freizeit verzichtet haben, um dieses einzigartige Sportzentrum mitzuschaffen.

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Rechnen wir nur einmal jede geleistete Arbeitsstunde mit DM 20.-, so ergibt das eine Summe von DM 422.000.-, die hier durch die Mitglieder des TSV eingebracht wurde. Eine Leistung, auf die man heute noch im TSV stolz sein darf und die in der Chronik des Vereins ihre besondere Würdigung erfahren soll. Allein die Fertigstellung des Sportheimes mit dem 2. Bauabschnitt brachten für den Verein weiteren guten Aufschwung. So folgte der Kegelabteilung im Jahre 1977 die Neugliederung einer Tischtennis-Abteilung unter der Leitung von Werner Ritter.

Der Gymnastiksaal wurde von einer Frauen- und Mädchengruppe regelmäßig zu Gymnastik- und Tanzübungen genutzt. Weihnachtsfeiern, Faschingsveranstaltungen und Tanzabende des Vereins und anderer Kornburger Vereine wurden jeweils mit gutem Erfolg durchgeführt und trug dazu bei, das gesellschaftliche Zusammengehörigkeitsgefühl der Kornburger Bürgerinnen und Bürgern neu zu beleben. So blieb nicht aus, dass sich eine weitere Abteilung für Tennis unter der Führung von Peter Daucher dem Verein anschloss. Dies erforderte die Schaffung von 2 neuen Spielplätzen, die aber durch die rasch ansteigende Zahl begeisterter Tennisfreunde im wesentlichen mit eigenen Mitteln finanziert werden konnten. Noch 1979 konnte der Spielbetrieb zur Freude aller Anhänger des weißen Sportes aufgenommen werden.

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Damit war aber die Gesamtanlage des Sportzentrums noch nicht endgültig fertiggestellt. Ein endscheidendes Problem musste noch gelöst werden. Die 1.Fußballmannschaft spielt seit dem Jahr 1975 in der A-Klasse des Jurakreises. Der vorhandene Spielplatz konnte auf Dauer den Bedürfnissen der Abteilung nicht mehr gerecht werden, da ja Reserve, B-Mannschaft, eine Frauen-Mädchenmannschaft und eine Vielzahl an Jugend- und Schülermannschaften ebenfalls ihren Spielbetrieb durchführen wollten. An der Notwendigkeit einen 2.Spielplatz anzulegen, konnte man daher nicht mehr vorbeikommen. In zähen Verhandlungen mit der Stadt Nürnberg wurde erreicht, dass die Stadt ein angrenzendes Grundstück ankaufte und dem Verein zum Ausbau des neuen Spielplatzes zur Verfügung stellte. Ein anliegendes Grundstück konnte über einen längerfristigen Pachtvertrag dazu gewonnen werden und nachdem ein Einspruch der Autobahn-Verwaltung ausgeräumt war, stand der Errichtung des 2.Platzes nichts mehr im Wege. Dankbar möchte hier der Chronist insbesondere das persöhnliche Engagement des 2.Vorsitzenden Kaspar Kraus hervorheben, ohne dabei die beratende und mittragende, verantwortliche Beschlussfassung des Gesamtvorstandes zu schmälern.

Nach einer Bauzeit von knapp 12 Monaten wurde die Einweihung des neuen Platzes mit einem Spiel der 1.Mannschaft gegen die Meistermannschaft des 1.FCN von 1969 im Juli vollzogen.

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Liebe Sportfreunde, liebe Kornburger Bürgerinnen und Bürger sowie allen Lesern dieser Webseiten. Nützt diese herrliche Sportstätte zu vielseitigem Sport und Spiel. Werbt durch eure Aktivität neue Mitglieder. Schickt uns Eure Kinder, reiht sie ein in diese große Familie. Denn sie sollen in später Zukunft das Erbe antreten und weitergeben, das Sportkameraden die in dieser Niederschrift namentlich erwähnt wurden, oder vielleicht versehentlich vergessen wurden.

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Gustav Endreß